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Die Volksrepublik China Print
China - oder aber der chinesischen Übersetzung nach das Reich der Mitte - ist ein Land mit einer langen Geschichte. Für seine Einwohner begann die Zeitrechnung allerdings erst mit Gründung der Volksrepublik China am 1.Oktober 1949.
China
Den als Demütigung empfundenen Kolonialismus hinter sich zu lassen und national Unabhängigkeit zu erlangen war für den Großteil der chinesischen Bevölkerung eine besondere Befreiung.

China ist ein Staat der Superlativen. Mit 9,65 Millionen Quadratkilometern und damit mit einer Fläche, die fast das Ausmaß von Europa erreicht, ist China flächenmäßig der viertgrößte Staat der Erde. Eine größere Ausbreitung besitzen nur noch die USA, Rußland und Canada. 14 angrenzende Staaten machen die Volksrepublik China zu dem Staat mit den meisten Nachbarstaaten. Weiterhin ist China auch das bevölkerungsreichste Land der Erde. Auf 23 Provinzen, 5 autonomen Gebieten, 4 regierungsunmittelbare Städte (Shanghai, Beijing (Peking), Tianjing und Chongqing) und 2 Sonderverwaltungszonen (Hong Kong und Macao) verteilen sich 1,321 Milliarden Einwohner, die sich widerum in 56 verschiedene Nationalitäten spalten und damit etwa ein Fünftel der Weltbevölkerung darstellen. Allerdings gestaltet sich die Verteilung der Bevölkerung über das Land höchst unregelmäßig. Der Großteil lebt im Osten der Republik. Dort wo die großen Städte wie Guangzhou, Beijing und Shanghai angesiedelt sind, gestaltet sich das Leben für die meisten Menschen allein schon klimatisch deutlich attraktiver als in den westlich oder im Süden gelegenen Gebieten. Ausgeprägtes Kontinentalklima - mit sehr kalten Wintern und heißen, trockenen Sommern - im Norden und Westen und subtopisches bis tropisches Klima im Süden erschwert den Menschen das Leben im Gegensatz zum klimatisch gemäßigten Osten des Landes.

Die Amtssprache im Reich der Mitte ist Mandarin - auch Hochchinesisch genannt. Regional sind jedoch auch andere Sprachen, wie beispielsweise Kantonesisch in Hong Kong und Macao offiziell anerkannt.

China hat als sozialistischer Staat keine Staatsreligion. Alle Bürger haben das Recht auf einen freien Glauben. Verbreitet sind von daher auch die unterschiedlichsten Glaubenslehren. Vom Daoismus über den Buddhismus bis hin zum Islam und Christentum finden sich alle Glaubensrichtungen in verschiedensten Ausprägungen wieder. Die meisten Anhänger hat allerdings der einheimische Daoismus, der seine Ursprünge im 2. Jahrhundert findet; daneben sind auch die buddhistischen Glaubenslehren sehr populär.

Neben diversen kulturellen Schätzen wie der Großen Mauer oder der Peking-Oper ist China darüber hinaus auch reich an Bodenschätzen. Vornehmlich handelt es sich dabei um Kohle, Eisen, Kupfer, Zinn sowie Silber- und Golderze, aber auch wichtige Energielieferanten wie Erdgas und Erdöl haben ihre Vorkommen innerhalb des Staatsgebietes der Volksrepublik.

Obwohl das Land heutzutage noch mit einigen volkswirtschaftlichen Problemen zu kämpfen hat, möchte sich die VR China bis zum 100. Staatsgeburtstag zu einem reichen, starken, demokratischen und zivilisierten, sozialistischen Staat entwickelt haben. Ob dieses Ideal in der angestrebten Zeit erreicht werden kann, bleibt einerseits von der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung abhängig. Andererseits wird die Erreichung dieses Zieles auch von der innen- und außenpolitischen Entwicklung in China abhängen, d. h., inwieweit das Land es zum einen schafft, die verschiedenen Volksgruppen mit ihren unterschiedlichen Interessen zu berücksichtigen und das Wohlstandsgefälle zwischen den prosperierenden Küstenprovinzen und dem Westen zu vermindern, sowie sich zum anderen dauerhaft in die internationalen Völkergemeinschaft integrieren kann. U. a. über die Vorfälle im Vorfeld der Olympischen Spiele 2008 werden die tatsächlichen und potentiellen Problemfelder deutlich, für die das Land nachhaltige Lösungen entwickeln muss. Die weitere Entwicklung Chinas wird daher nicht nur von den Chinesen selbst, sondern auch weltweit interessiert beobachtet. Unabhängig davon hofft China jedoch, dass es in absehbarer Zeit auf jeden Fall das Niveau eines Schwellenlandes erreichen wird.

 
*1 Vietnam, Laos, Myanmar, Bhutan, Nepal, Indien, Pakistan, Afganistan, Tadschikistan, Kirgistan, Kasachstan, Russland, Mongolei und Nordkorea
 

 
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