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Leibnitz Uni Hannover
Derzeit existieren ungefähr 150 verschiedene Kooperationsprogramme niedersächsischer und chinesischer Universitäten. Diese sowohl auf Hochschul- als auch auf Fachbereichsebene angesiedelten Partnerschaften beinhalten u.a. die gegenseitige Anerkennung von Abschlüssen und den
Austausch von Studenten und Gastdozenten.

Exemplarisch für die niedersächsisch-chinesische Zusammenarbeit ist vorzugsweise die Kooperation der Universität Göttingen mit ihrem chinesischen Partner der Universität Nanjing im rechtswissenschaftlichen Bereich anzuführen. Ziel dieser Unternehmung ist es den Studierenden mittels Vermittlung entsprechender Qualifikationen die Möglichkeit zum Umgang mit beiden, oftmals differierenden Rechtssystemen zu eröffnen. Daneben pflegt auch die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) ihrerseits gute Kontakte nach China. Gemeinsam mit der Tongji-Universität, Shanghai plant sie die Errichtung eines „deutsch-chinesischen Freunschafts-krankenhauses“ in Shanghai. Obwohl dieses Vorhaben mit geplanten 500 Belegbetten erst zur EXPO 2010 Realität sein soll (ausführliche Info hier), so entspricht es allerdings heute schon der gängigen Praxis, dass Ärzte und Krankenschwestern aus China an Projekten der MHH mitwirken oder aber vorort ein Praktikum absolvieren.

Doch nicht nur in Medizin und Rechtswissenschaft gibt es funktionierende Kooperationsmodelle; zum Beispiel finanzierten bis 1995 die Volkswagen-Stiftung und das Land Niedersachsen ein Stipendiaten- und Ausstattungsprogramm der TU Braunschweig und der FH Baunschweig-Wolfenbüttel mit der Tongji-Unversität Shanghai und der Shanghai University of Engineering Sciences (SUES) das einer Erhöhung des Qualifikationsstandarts der Automobilzuliefererindustrie in Shanghai dienen sollten. Auch wenn dieses Förderungsprogramm mittlerweile der Vergangenheit angehört, so bestehen doch darüber hinaus bis in die heutige Zeit intensive Kontakte zwischen dem Intitut für Fahrzeugtechnik der FH Braunschweig-Wolfenbüttel und Volkswagen Shanghai, die den Austausch erlangten Knowhows garantieren.

Weitere exemplarische Kooperationen:

  • TU Clausthal - Liaoning, Wuhan, Changchun und Peking (Berg- und Maschinenbau)
  • Universität Göttingen - Peking (Forstwissenschaften)
  • TiHo Hannover - Harbin (Tiermedizin)
  • Universität Hannover Zhejiang Universität, Hangzhou
  • Universität Osnabrück - Hefei (Betriebswirtschaft, Musik, Gesundheitswesen, Landwirtschaft)

Als ein weiteres Produkt dieser wissenschaftlichen Kooperationen sind die zum gegenseitigen Austausch innovativen Wissens zumeist jährlich durchgeführten Hochschul- und Wissenschaftsdelegationen und die Auftritte auf unterschiedlichsten Bildungsmessen zu betrachten.

Obwohl die Zusammenarbeit niedersächsischer und chinesischer Hochschulen schon weitaus länger zurückreicht, führte die Aufnahme partnerschaftlicher Beziehungen des Landes Niedersachsen mit der chinesischen Provinz Anhui im Jahre 1984 zu einer spürbaren Intensivierung der niedersächsisch-chinesischen Kooperationen. Seit Aufnahme der Partnerschaft gehört insbesondere eine Zusammenarbeit im Hochschulbereich zu einem der Schwerpunkte. Anfangs sollte diese Verbindung maßgebend aus zwei tragenden Säulen bestehen. Zum einen diente Niedersachsen mit seinen Fachhochschulen in Göttingen, Hannover, Hildesheim, Holzminden und Osnabrück der Provinz Anhui (Universität Hefei) beim Aufbau von entsprechenden Fachhochschulstrukturen als Vorbild; zum anderen förderte das Land Niedersachsen chinesische Studenten, Dozenten und Laboringenieure mittels eines mehrjährigen Stipentiatenprogrammes.

Ein ganz junges - da erst im Jahre 2002 hinzugekommenes - Kooperationsprojekt, das aber nicht minder für die mittlerweile gute und gefestigte Zusammenarbeit steht, ist das EU-Asia-Link-Projekt der FHs Hildesheim, Holzminden und Göttingen mit der Uni Hefei. Ziel dieser Unternehmung ist der gemeinschaftliche Aufbau von Umweltstudiengängen sowie die Versendung von Deutschlehrern aus Niedersachsen an die Uni Hefei zur Optimierung der Qualität niedersächsisch-chinesischer Studenten-austausche.
Wie sich diese Erfolgsgeschichte entwickeln wird, bleibt abzuwarten. Dass es eine solche wird, ist angesichts der bisherigen Erfolge niedersächsisch- chinesischer Kooperationen keineswegs anzuzweifeln.

Auch die Betrachtung des enormen Anstiegs chinesischer Studierender in Niedersachsen, lässt einen Schluss auf eine insgesamt erfolgreiche Zusammenarbeit Niedersachsens mit China im wissenschaftlichen Bereich zu. Während noch im WS 1999/2000 526 chinesische Studenten an Niedersachsens Hochschulen eingeschrieben waren, so vervielfachte sich diese Zahl bis zum WS 2005/2006 auf über 3000. Damit bilden chinesische Studenten nunmehr die größte Gruppe ausländischer Studierender in Niedersachen.

Liste der chinesischer Partnerhochschulen:

  • Universität Göttingen
    Hefei - Anhui University
    Hong Kong - Hong Kong
    Baptist University Hong Kong - The Hong Kong University of Science and Technology
    Nanjing - University Nanjing
    Peking - Beijing Foreign Studies University
    Peking - The Chinese Academy of Forestry
    Wuhan - China University of Geosciences
    Xinjiang - Chinese Academy of Science, Institute of Ecology and Geography

  • Universität Hannover
    Hangzhou - Zhejiang
    Universität Nanjing - Hohai-Universität
    Shanghai - Tongji-Universität

  • Universität Oldenburg
    Wuhu - Anhui Normal University

  • Fachhochschule Osnabrück
    Hangzhou - Zhejing Universität
    Hefei - Universität Hefei
    Hefei - Anhui Medical University
    Shanghai - Shanghai Institute of Foreign Trade (SIFT)
    Shanghai - University of Shanghai for Science and Technology (USST)
    Wuhu - Anhui Normal University (Musikinstitut)

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